Ich könnte es mir jetzt ganz einfach machen und schreiben: Lest das vor einigen Tagen online gestellte Review zu „Zero Hour-Specs Of Pictures Burnt Beyond“. Aber damit würde ich dann Twisted Into Form doch nicht ganz gerecht. Fakt ist aber, dass die Band, welche sich unter anderem aus Musikern von Spiral Architect und Extol rekrutiert, in Etwa die gleiche Zielgruppe anspricht, also Leute, welche auf komplizierten Progressiv-Metal, wie ihn Watchtower in den Achtzigern perfekt gespielt haben, stehen.
Auch Twisted Into Form machen es dem Hörer nicht leicht und es braucht schon ein paar konzentrierte Durchläufe, um mit dem vertrackten Material warm zu werden. Ist die Nuss aber erst mal geknackt, offenbart sie im Inneren haufenweise tolle und stimmungsvolle Melodielinien, Doppelleadsolos und tonnenweise starke Riffs und Soloparts. Eine Beschreibung, welche auf fast jeden Song zutrifft, inkl. eines gewissen Frickelfaktors.
Als Anspieltipps würde ich gleich mal den Opener „Enter Nothingness“ auflisten, welcher die Scheibe recht gut repräsentiert. Sehr gut auch das ruhig beginnende „The thin Layers of Lust and Love“, welches nach dem stimmungsvollen Anfang ein leichtes Folkfeeling transportiert, das mich irgendwie an Slough Feg erinnert. Eine Verschnaufpause gibt es mit dem anschliessenden kurzen Instrumental „Tear“, welches man als Prog-Doom bezeichnen könnte. Wenn der Sänger dann auch mal Deathmetalmässig losröhrt, wie bei „Manumit“ wird wohl manch einer an Atheist oder Cynic denken.
Wer also nicht nur Musik zum geradeaus Abschädeln braucht sondern auch mal was Kopflastiges hören will, ist mit Twisted Into Form gut bedient.
Tracklist:
01. Enter Nothingness
02. Instinct Solitaire
03. Torrents
04. The thin Layers of Lust and Love
05. Tear
06. Manumit
07. The Flutter Kings
08. Erased
09. House of Nadir
10. Coda
Bewertung: 88 %
VÖ: 23.11.2006
www.twistedintoform.no
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