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Amaran's Plight - Voice In The Light
Geschrieben von Andreas Weber   
Donnerstag, 13. September 2007

amaransplight_voiceinthelight_2007.jpgSchon wieder ein Allstarprojekt, schon wieder eine Rockoper, schon wieder ein Konzeptalbum. Attribute, welche bei so mancher Scheibe nur noch ein grosses Gähnen hervorrufen. Im Falle von Amaran’s Plight wird die Sache aber wirklich hervorragend umgesetzt, zumal in der Promoinfo in diesem Falle tatsächlich von einer Band und nicht einem Projekt die Rede ist. Es wird sich zeigen, inwieweit diese Kollaboration auch in Zukunft Bestand hat.

Schaut man sich das Line Up an, kann man erahnen, in welche Richtung „Voice In The Light“ tendiert. Auf eine erneute Zusammenarbeit von DC Cooper (Silent Force, Ex-Royal Hunt) und Gary Wehrkmap (Shadow Gallery) haben die Fans schon lange gewartet, seit die beiden erstmals auf dem Shadow Gallery-Werk „Tyranny“ gemeinsam zu hören waren, wo Cooper einen Gastauftritt hatte. Ergänzt wird das Line Up durch Spock’s Beard-Ausnahmedrummer Nick D’Virgillio und Bassist Kurt Barabas (Under The Sun). Daneben gibt es zahlreiche Gastauftritte von unter anderem Michael Sadler (Saga) oder  Trisha O’Keefe, welche vor allem im Raum Philadelphia grosse Erfolge feiern konnte und mehrere Soloalben veröffentlichte.

Die auf einer Story von John W. Crawford basierende Geschichte dreht sich um Liebe, Krankheit und Tod und schon diese zugegebenermassen sehr oberflächliche Beschreibung lässt erahnen, dass hier viel Wert auf Stimmungen und Gefühle und nicht auf Härte oder technisches Können gelegt wird. Gerade die tragischeren Passagen erinnern von der Stimmung her immer wieder mal an den Dream Theater-Klassiker „Metropolis II: Scenes From A Memory“. Natürlich haben aber vor allem Wehrkmap und Cooper ihre Spuren in der Musik hinterlassen, will heissen, Shadow Gallery und alte Royal Hunt schimmern immer wieder durch, wobei einige bombastische Momente und Chorpassagen auch einen leichten Queen Touch aufweisen.

Ein Konzeptalbum sollte man eigentlich ganz durchhören, daher ist es auch hier kaum möglich, einzelne Songs als Anspieltipps herauszuheben. Meine persönlichen Favoriten möchte ich aber dennoch hervorheben, als da wären die beiden Hammerballaden „Reflections Pt. 1“ und „I promise you“,  der gradlinige Hardrocker „Turning Point“, welcher sich als echter Ohrwurm entpuppt (und für mich die einzig passende Singleauskopplung wäre, welche auch für sich selber stehen könnte) sowie das abschliessende „Revelation“, welches in 13 Minuten von der Powerballade über den Progrocker bis zur Uptempo-Nummer alles beinhaltet und so die Stärken des Albums nochmals in einem Song zusammenfasst. Kleinere Abstriche mache ich lediglich bei dem ebenfalls über 13-minütigen „Shattered Dreams“, welches durch ein paar ausufernde Soloparts zu sehr in die Länge gezogen ist, was allerdings den positiven Gesamteindruck nicht gross zu schmälern vermag.

Wer sich übrigens wundert, wo „Reflections Pt. 2“ geblieben ist (bei welchem ebenfalls Saga’s Michael Sadler zu hören ist), der muss sich nach dem teuren Japan-Import umsehen. Etwas unverständlich, dass diese Nummer, welche ja offensichtlich ebenfalls ein Teil des Konzepts ist, auf der hiesigen Fassung einfach weggelassen wurde.

Tracklist:
01. Room 316
02. Friends Forever
03. Coming of Age
04. Incident at Haldeman’s Lake
   - I Blades of Denial
   - II Nex per res
   - III Breath of Life
05. Reflections Pt. 1
06. I promise you
07. Consummation Opus
08. Truth and Tragedy
09. Shattered Dreams
10. Viper
11. Betrayed by Love
12. Turning Point
13. Revelation

8.png

Bewertung:
83 %
VÖ: August 2007
www.amaransplight.com
www.myspace.com/amaransplight

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