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Road To Ruin - Road To Ruin
Geschrieben von Andreas Weber   
Mittwoch, 7. November 2007

roadtoruin_roadtoruin_2007.jpgUnter dem Namen Road To Ruin haben sich ein paar mehr oder weniger namhafte Musiker zusammengefunden um der Welt zu zeigen, dass der gute alte Classic Hard Rock noch lange nicht ausgestorben ist.

Lars Chriss (guit.) (Lion’s Share), Matti Alfonzetti (voc.) (Skintrade, Jagged Edge, Afonzetti), Sampo Axelsson (bass, key.) (Glenn Hughes) sowie Thomas Broman (drums) (Electric Boys, Glenn Hughes, John Norum) heissen die Herren, welche sich hier auf Bands wie Rainbow, Deep Purple und Black Sabbath – um mal nur ein paar zu nennen – berufen.

Schon das kurze Keyboard-Intro ist eine Hommage an die Eingangsklänge des besten Rainbow-Albums (ich spreche natürlich von “Rising”) bevor der Song sich zu einem flotten Melodic-Hardrocker wandelt. Und auch im weiteren Verlauf des Albums schimmern immer wieder die genannten Acts durch. So könnten Nummern wie der Stampfer „Pale Rider“ oder das rockige „Pleasure and Pain“ durchaus auf einer Rainbow-Scheibe (allerdings eher zu Joe Lynn Turner-Zeiten) stehen, während schleppendere Nummern wie „Until I see the Sun“ auch Black Sabbath (zu Tony Martin-Zeiten) gut zu Gesicht gestanden hätten.

Das ebenfalls etwas schleppende „Crawling“ erinnert mich dagegen eher an alte Uriah Heep, während Songs wie das ruhigere „Face of an Angel“ oder der Up-Tempo-Track „Walk the Line“ etwas von Pretty Maids haben, was nicht zuletzt auch am Gesang von Matti Afonzetti liegt, welcher in gewissen Tonlagen tatsächlich ein wenig Ähnlichkeit mit Ronnie Atkins hat.

Erwähnen möchte ich noch das ruhigere, bluesige „Thorn in my Side“, während das ebenfalls etwas ruhigere „For your Soul“ für mich die einzige Nummer ist, welche etwas abfällt. Dass die Mucke musikalisch auf höchstem Niveau ist, braucht sicher nicht speziell erwähnt zu werden. Die Hammond-Orgel setzt immer wieder erfrischende Farbtupfer und Gitarrist Lars Chriss braucht sich bestimmt nicht hinter einem Herrn Malmsteen zu verstecken. Die druckvolle Produktion sorgt dafür, dass „Road To Ruin“ dennoch zu keiner Sekunde altbacken klingt.

Wer auf die genannten Acts steht und mal wieder eine frische Classic-Rock-Scheibe braucht, ist mit Road To Ruin auf jeden Fall bestens bedient, zumal die genannten vergleichbaren Bands entweder schon lange nicht mehr existieren oder keine Alben mehr von dieser Klasse zustande bringen.

Tracklist:
01. The only One
02. Pale Rider
03. Face of an Angel
04. Pleasure and Pain
05. For your Soul
06. Walk the Line
07. Thorn in my Side
08. Crawling
09. Until I see the Sun

8.png

Bewertung:
78 %
VÖ: 26.10.2007
www.roadtoruin.org
www.myspace.com/roadtoruintheband

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