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Die Schweizer Sampler-Reihe Heavy Metal Nation geht in die vierte Runde und zeigt einmal mehr das grosse Potential auf, welches im Schweizer Underground verankert ist.
Ich persönlich finde gar, dass dieser vierte Teil auch gleich der Beste ist, da hier ein konstant recht hohes Niveau vorherrscht und kein wirklicher Ausfall zu verzeichnen ist. Natürlich wird bei der grossen Bandbreite an Musik sicher nicht jeder alles gut finden, aber gerade die Artenvielfalt macht den Reiz dieser Sampler-Reihe aus.
So dürften die ersten sieben Tracks am ehesten die Anhänger von traditionellem Stahl ansprechen, wobei die bekanntesten Vertreter hier wohl Emerald sind, welche ja auch bereits vier Alben veröffentlicht haben. Gonoreas und Pertness gehören ebenfalls nicht erst seit gestern zur Szene und überzeugen mit klassischem Heavy Metal, während Dystera durch den Einsatz von Flöten und weiblichen Vocals eine ziemlich eigene Nische gefunden haben. Soul Line bestechen aufgrund des dunkleren Gesangs mit einem leichten Gothic Touch wie auch Lordren, während die bereits erwähnten Emerald und Endoras klar dem Epic-Metal-Bereich zu zuordnen sind.
Grey Monday tendieren in die Alternativ-Richtung und streuen auch Crossover-Parts ein, während Secondhand Child eine gelungene Mischung aus Punk und Metal spielen. Auch Silver Dirt sind keine Unbekannten mehr uns gefallen mit knackigem Sleaze Rock.
Danach kommen die Freunde von härteren Klängen auf ihre Kosten. Das Einmann-Projekt Bulwark kann man in die Metalcore-Ecke stecken. Melodische Gitarren, Aggrogesang. Nichts Neues aber gut. Surrealist kommen mit Thrash der alten Schule und bestechen durch viel Power, auch wenn sie sich ein wenig arg dreist bei Destruction bedienen. Eher in Richtung Bay Area zielen Shadow’s Far, während Total Annihilation mit derbem Gesang noch einen draufsetzen.
Gegen Schluss kommen dann noch die Acts, welche vorher nicht so richtig reingepasst haben. Minsk Security erinnern mich an eine raue Version von Sentenced, auch Entombed spielen noch etwas hinein. Sehr eigen sind die Aggressive Sound Painters. Die Gitarren klingen fast wie bei Coroner, der Gesang kommt rau und als Kontrast gibt’s einen fast schon fröhlichen, irgendwie punkigen Refrain. Mostly Harmless sind heavy, wechseln zwischen cleanem, sehr gutem Gesang und Aggrogebrüll. Von Metalcore ist man dennoch meilenweit entfernt. Den Abschluss machen schliesslich November-7 (wieso eigentlich nicht November-26? Das wäre dann mein Geburtstag ;o) mit ihrem etwas an Evanescence erinnernden Stil. Hier gefällt der kraftvolle Gesang der Sängerin.
Sicher hört man der ein oder anderen Band noch an, dass sie sich im Demostadium befindet. Potential ist aber durchs Band vorhanden und zeigt einmal mehr, dass sich die Szene in der Schweiz nicht zu verstecken braucht. Falls ihr die CD nicht im Laden findet, könnt ihr sie auch direkt über die untenstehende Label-Site bestellen.
Tracklist:
01. Gonoreas - Love to Rock
02. Dystera - Plight of the Knights
03. Pertness - Religious Liberty
04. Soul Line - Images of Life
05. Endoras - By the Firelight
06. Emerald - Revenge
07. Lordren - Restless Soul
08. Grey Monday - Nonetheless
09. Secondhand Child - Guilty
10. Silver Dirt - Mean Machine
11. Bulwark - Deny
12. Surrealist - Spread the black Wings
13. Shadow’s Far - Fucking Yobwoc
14. Total Annihilation - Rape Humanity
15. Minsk Security - 1349 dead End
16. Aggressive Sound Painters - Suicide Inc.
17. Mostly Harmless - Choices
18. November-7 - All the Things
Bewertung: o.W.
VÖ: 22.02.2008
www.quamlibetrecords.ch
Zu den Reviews von
“Heavy Metal Nation I”
“Heavy Metal Nation II”
“Heavy Metal Nation III”
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