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Ram-Zet - Intra
Geschrieben von Daniel Spielmann   
Montag, 11. Juli 2005

Anfangs war ich nicht gerade begeistert vom dritten (und für mich ersten) Album der Norweger von Ram-Zet. Nach einiger Zeit ertappte ich mich dabei, wie ich immer mehr Gefallen an „Intra“ fand und mittlerweile ist alles fast wieder wie zu Beginn.

Eine klare Linie lässt sich in dem Durcheinander von verschiedenen Stilen und Ideen nur sehr schwer ausmachen. „Intra“ ist wahrlich kein Album für Gelegenheitsmetaller und Neulinge. Einen Genrestempel mag ich der Band nicht aufdrücken, da wohl keiner richtig passen würde, also müssen Beschreibungen her. Am markantesten sind für meine Ohren die zahlreichen Avantgard-Anleihen, die durchaus gut gemacht sind und eine bestimmte Stimmung aufkommen lassen. Diese aber hält immer nur kurze Zeit, wird sie doch dauernd zertrampelt und wieder neu aufgebaut. Death-Parts findet man wohl auch vor, ebenso gediegenen weiblichen Gesang von Fräulein Sfinx. Daneben fand auch eine Violine Verwendung, die weit weniger melancholisch klingt, als manche vermuten werden. Auch hier ein Hauch von Avantgarde. Und dann die male vocs: eine Mischung aus Dani Filth und amerikanischem Extreme Metal. So verschieden sich das alles anhört, im Prinzip steckt alles in jedem Titel. Beispiel etwa „Ballet“, das zeigt, wie unhandlich Ram-Zet zu fassen ist. Schwerer wird das Ganze dann für mich, wenn sich die Instrumentalpassagen in Richtung Symphony X entwickeln (etwa bei „And Innocence“) – und wie bei denen bekomme ich auch bei Ram-Zet von so was mächtig Ausschlag.

Irgendwo bewahrt man sich dann trotzdem noch ein gewisses Maß an Halbbombast, kann durchaus auch mal ein Leuchtfeuerchen abfackeln und dabei die Funken sprühen lassen, und trotzdem: hängen geblieben ist auch nach mehrmaligem Hören nichts. Somit bleibt „Intra“ zwar ein Album, dass Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und schon auch ein bisschen zu begeistern weiß, wie man sich aber diese Aufmerksamkeit auch längerfristig sichert muss die Musik im Reifeprozess noch erlernen.

Tracklist:
01. The Final Thrill
02. Left Behind As Pieces
03. Enchanted
04. Ballet
05. “Peace”
06. And Innocence
07. Born
08. Lullaby For the Dying
09. Closing A Memory

Bewertung: XXXXXXXXXX (7/10)
VÖ: 11.07.05
www.ram-zet.com

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