Doomed – Wrath Monolith

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Doomed_WrathMonolith_frontInnerhalb von lediglich vier Jahren ist es Pierre Laube gelungen, in völliger Eigenregie vier vollwertige Langspieler unter dem Banner seines Soloprojektes namens DOOMED zu veröffentlichen. Ohne sich dabei auf Quantität statt Qualität zu konzentrieren, hob der Zwickauer sein Songwriting von Album zu Album auf ein höheres Level, sodass sich das aktuelle und als “WRATH MONOLITH“ betitelte Werk als bisheriger Höhepunkt in dessen Diskographie erweist, auf dem Elemente des Doom und Death Metals erneut zu einem interessanten Hörerlebnis miteinander verschmolzen werden.

Nur etwas mehr als ein Jahr ist seit “OUR RUIN SILHOUETTES“ ins Land gezogen und dennoch lassen die sechs Songs der neuen Platte eine deutliche musikalische Weiterentwicklung erkennen. An der grundlegenden Ausrichtung des Materials wurde dabei nicht allzuviel verändert und bereits im eröffnenden “Paradoxon“ türmt sich nach einer kurzen Einleitung durch sanfte Klavierklänge und geisterhaften Walgesang eine massive Wand aus gewaltigen Riffs und donnernden Drums auf, die im weiteren Verlauf des Stückes von allerlei filigranen Leads durchzogen wird, die den nahezu 13-minütigen Opener zu einem epischen Koloss düsteren Doom Metals werden lassen. In den nun folgenden Tracks wird allerdings rasch deutlich, dass sich “WRATH MONOLITH“ nicht auf ein derartig zäh dahinschleppendes Downtempo beschränkt und so dominieren nicht selten eher todesmetallisch geprägte Passagen, die dem Album einen im Vergleich zu den Vorgängern wesentlich brachialeren sowie bedrohlicheren Charakter verpassen. Während sich etwa das wuchtige “Our Ruin Silhouettes“ als enorm rifflastig offenbart, wüten im mystisch angehauchten “The Triumph / Spit“ zuweilen eine rasante Doublebass und fiese Sechssaiter, die in dieser Form neues Terrain für DOOMED darstellen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Pierre Laube abseits dieser Momente nicht weiterhin auch auf klassischen Pfaden wandelt und so finden sich auf “WRATH MONOLITH“ abermals zahlreiche wunderschöne Melodiebögen in gewohnt harmonischer Manier. Nicht zuletzt hält die Platte mit “Looking Back“ ein leidenschaftliches Epos bereit, in dem Ed Warby (THE 11TH HOUR, HAIL OF BULLETS) sowie Johan Ericson (DOOM:VS, DRACONIAN) für sowohl knurrenden Growls und gefühlvollen Klargesang sorgen.

Es ist schlussendlich die gelungene Vermengung von trägem Doom und brachialem Death Metal, die “WRATH MONOLITH“ zu einem solch stimmigen Gesamtwerk werden lässt, dem vor allem die vermehrt eingebundenen harschen Elemente gut zu Gesicht stehen. Somit untermauert Pierre Laube mit diesem Album abermals, dass DOOMED gemeinsam mit DOOM:VS zu den wohl stärksten Kapellen in den Reihen von Solitude Productions gehört.

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