Skaur – Skaur

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Nur schwach dringen die letzten Sonnenstrahlen des Tages durch den dicht mit dunklen Wolken behangenen Himmel. Frischer Schnee bedeckt die hohen Felskuppen, die sich entlang des schmalen Fjordes erheben, auf dem einzelne Kutter zurück in den Hafen eines kleinen Fischerdörfchens segeln, um dort ihren Fang an Land zu bringen. Eine solch malerische Idylle ziert das Cover des Debütwerkes der, wie sollte es anders sein, norwegischen Formation SKAUR und erinnert dabei durchaus in einigen Zügen an das ebenso eindrucksvolle Gemälde, mit dem seinerzeit WINDIR ihr letztes Album LIKFERD versahen. Die tiefe Verbundenheit mit der die Schwarzstahltruppe der nordischen Heimat auf diese Weise Rechnung trägt, spiegelt sich ebenfalls in deren recht üppig gestalteten Logo wieder, in welches auch das Wappen des Städtchens Bodø eingearbeitet wurde, das den Wohnsitz der Formation darstellt.

Nachdem in letzten neun Jahren insgesamt zehn Demos mit der Aufschrift SKAUR die norwegische Produktionstätte verließen und zudem einiges Liedgut den Weg auf diverse Splitveröffentlichungen schaffte, entschied sich das Quartett um Bandchef “NordMann“ anno 2011 schließlich dazu, ein vollwertiges Album aufzunehmen und komplett in Eigenverantwortung zu veröffentlichen. Das Ergebnis kann nun in Form des simpel als “SKAUR“ betitelten Erstlingswerkes in den Händen gehalten werden.

Jedes der enthaltenen Stücke stellt eine majestätische Hymnen dar, die den Geist des frostigen Nordens in sehnsüchtigen Melodien einfängt. Wilde Raserei trifft hier auf anmutige Erhabenheit und klirrend kalte Riffs vermengen sich mit leidenschaftlichen Leadgitarren zu abwechslungsreichen Kompositionen, in denen immer wieder in das Geschehen eingebundene Akustikgitarren für einige folkig anmutende Elemente sorgen. Über diese kantige Klanglandschaft legen sich sowohl harsche Schreie als auch sanfter Klargesang, um die Lyrik, verfasst in der rauen Landessprache, vorzutragen. Nicht selten lassen sich durchaus auffällige Parallelen zum Schaffen der Landsmänner von WINDIR oder aber auch TAAKE ziehen, wobei es SKAUR dennoch stets gelingt, einen eigenständigen Sound beizubehalten. Speziell die eingängigen Melodielinien, die sich sowohl melancholisch als auch ungezügelt durch die Songs ziehen, verleihen dem Werk seinen besonderen Charakter und Wiedererkennungswert.

Bereits nach einem ersten Durchlauf der sechs Stücke, die SKAUR auf dieser Veröffentlichung präsentieren, drängt sich dem Hörer unvermittelt die Frage auf, warum das Material der norwegischen Mannen bis dato so wenig Aufmerksamkeit in der Szene erlangen konnte. Nun, sicherlich werden SKAUR selbst ihren Teil dazu beigetragen haben, indem von sämtliche Demotapes jeweils nur wenige Exemplare im Umlauf gebracht wurden. Leider ändert sich auch beim ersten Album nichts an dieser Tradition und so sind nur lediglich 300 handnummerierte Einheiten von “SKAUR“ erhältlich. Erworben werden können die letzten verbleibenden Kopien auf der Internetpräsenz der Band, wobei jedoch ein schnelles Handel angeraten ist.

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